Menschen sind die am längsten lebenden Säugetiere.
Ihre größtmögliche Lebensspanne beträgt
ca. 120 Jahre, aber die Lebensdauer variiert stark von Ort
zu Ort.
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Statistisch
gesehen wissen wir einiges über die Lebensdaten der
menschlichen Bevölkerung. So wissen wir z.B., wie
hoch die durchschnittliche Lebenserwartung eines Neugeborenen
ist. Doch wir können praktisch nichts darüber
sagen, wie lange ein individuelles neugeborenes Kind tatsächlich
leben wird. Ein Unfall oder auch ein selbstzerstörerischer
Lebensstil kann jedes Leben plötzlich beenden, unabhängig
von den Genen. |
Die Lebenserwartung ist in den reichen Industrieländern
während des 20. Jahrhunderts dramatisch angestiegen:
von knapp 50 auf fast 80 Jahre. Die Gruppe mit der höchsten
Lebenserwartung sind dabei japanische Frauen, die durchschnittlich
83 Jahre alt werden.
Diese zusätzlichen Lebensjahre wurden mit Hilfe traditioneller"
Methoden erreicht: verbesserte Lebensmittelqualität,
Hygiene und Medizin. Man könnte sagen, hohes Alter ist
etwas vom Menschen geschaffenes, sozusagen ein Kulturgut.
Wilde Tiere haben so gut wie nie die Chance, alt zu werden,
weil die Schwächeren und auch die Schwächer-Werdenden
letztendlich von ihren natürlichen Feinden gefressen
werden.
In den Industrieländern wird es unmöglich sein,
durch Veränderungen des Lebensstil nochmals einen ähnlich
dramatischen Anstieg der Lebenserwartung zu erreichen. Doch
genau ein solcher Anstieg findet derzeit in den Entwicklungsländern
statt. Bis zum Jahr 2020 werden nahezu drei Viertel der über
60-Jährigen in den Entwicklungsländern leben.
Nur die Entdeckung einer Methode, die es erlauben würde,
direkt in den Alterungsprozess selber einzugreifen und ihn
zu verändern sowie der Entschluss, eine solche Methode
für die gesamte Bevölkerung zugänglich zu machen,
könnte die durchschnittliche Lebenserwartung auf über
100 Jahre ansteigen lassen.
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