In Europa sind heute drei
verschiedene gentechnisch veränderte landwirtschaftliche
Nutzpflanzen zugelassen (Stand Juni 2002):
- Sojabohnen - herbizidtolerant, d.h. die Pflanzen sind
unempfindlich gegenüber einem bestimmten Unkrautvernichtungsmittel.
- Mais - herbizidtolerant und insektenresistent, d.h. die
Pflanzen sind unempfindlich gegenüber einem bestimmten
Unkrautvernichtungsmittel und erzeugen selber ein gegen
Schadinsekten wirksames Gift.
- Raps - herbizidtolerant und männlich steril, d.h.
erzeugen keine Pollen und können daher keine anderen
Pflanzen bestäuben.
Alle drei Pflanzen sind zugelassen für den Import und
für die Lebensmittelherstellung; Raps und Mais dürfen
in Europa auch angebaut werden, die gentechnisch veränderten
Sojabohnen nicht.
Zusätzlich ist eine Sorte gentechnisch veränderter
Chicorée zum Anbau für Züchtungszwecke zugelassen,
nicht aber für die Lebensmittelproduktion. Zu Forschungszwecken
werden außerdem gentechnisch veränderter Tabak
und Nelken angebaut.
Seit 1998 wurden in Europa keine weiteren gentechnisch
veränderten Pflanzen zugelassen. Dies ist die
Folge eines von der EU erlassenen Moratoriums, das
zum Ziel hatte, mehr Zeit zum Abwägen der Risiken
hinsichtlich gentechnisch veränderter Pflanzen
zu gewinnen und neue und bessere Regelungen sowohl
in der Risikoabschätzung als auch hinsichtlich
der Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel
abzuwarten.
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Was wird weltweit angebaut?
Im Jahr 2001 wurden weltweit auf einer Fläche von 52,6
Millionen Hektar gentechnisch veränderte Nutzpflanzen
angebaut. Das entspricht ungefähr einer Fläche von
der Größe Frankreichs oder Spaniens. Die Zahlen
schließen allerdings den Anbau von gentechnisch veränderter
Baumwolle, die ja kein Nahrungsmittel ist, mit ein.
99% der weltweit anbgebauten gentechnisch veränderten
Nutzpflanzen werden von vier Ländern produziert:
- USA (68%)
- Argentinien (22%)
- Kanada (6%)
- China (3%)
Die am häufigsten angebauten gentechnisch veränderten
Nutzpflanzen sind Sojabohnen, Raps und Mais. 46 % der heute
weltweit angebauten Sojabohnen sind gentechnisch verändert.
Bei Raps und Mais sind es
11 % bzw. 7 %.
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