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Klonen beim Menschen - die Risiken

Das Ziel seriöser Forschung im Bereich des Klonens war nie, Menschen zu klonen oder gar Babys als „Ersatzteillager" zu erzeugen.

Die Forschung zielt darauf ab, Stammzellen zu gewinnen, die der Erforschung und Behandlung von Krankheiten dienen sollen.

Die Erkenntnisse, die in der Stammzellforschung beim Klonen von Tieren oder menschlichen Zellen gewonnen wurden, wurden jedoch, wie die meisten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, veröffentlicht und sind weltweit für alle Wissenschaftler einsehbar.

Dabei ist es unvermeidlich, dass dieses Wissen missbraucht werden kann. Heute gibt es eine Handvoll Menschen auf der Welt, die angekündigt haben, dass sie ein Baby klonen wollen. Diese Einzelpersonen arbeiten nicht für irgendeine Universität, ein Krankenhaus oder für andere, regierungsabhängige Institute. Insgesamt hat sich die wissenschaftliche Gemeinschaft weltweit einheitlich gegen jeden Versuch ausgesprochen, ein Baby zu klonen.

In der Tat weiß aber niemand genau, wie weit die Versuche zur Erzeugung eines geklonten menschlichen Babys schon vorangeschritten sind. Im April 2002 bemerkte der Italiener Dr. Severino Antinori einem Reporter gegenüber ganz beiläufig, dass bereits 3 Frauen mit einem geklonten Embryo schwanger seien. Seitdem hat er sich nicht mehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit gezeigt; seinen Kommentar hat er weder bestätigt noch zurückgenommen. Selbst wenn seine Behauptung nicht der Wahrheit entsprach oder der Versuch fehlgeschlagen ist, klingt es zumindest so, als habe er vor, in der nächsten Zukunft ein menschliches Kind zu klonen.

Ärzte und Wissenschaftler halten die Risiken des Klones von Menschen für sehr hoch.

"Menschen dem Prozess des Klonens zu unterwerfen, bedeutet nicht, ein unbekanntes Risiko einzugehen, es bedeutet, Menschen bewusst zu schädigen!" sagte John Kilner, Vorsitzender des Zentrums für Bioethik und Menschenwürde in den Vereinigten Staaten.

Die meisten Wissenschaftler stimmen dem zu. Die große Mehrheit der Versuche, ein Tier zu klonen, führte zu missgebildeten Embryonen oder zu Fehlgeburten. Außerdem argumentieren viele Wissenschaftler, dass auch die wenigen geklonten Tiere, die „gesund" geboren wurden, an Missbildungen leiden, die nicht entdeckt wurden - zum Beispiel Missbildungen in der Oberflächenstruktur der Lunge.

„Die meisten veröffentlichten Forschungsarbeiten machen deutlich, dass der Tod oder die Verstümmelung des Klons die wahrscheinlichsten Ergebnisse des Klones eines Säugetieres sind" (John Kilner).

1996 wurde das Schaf „Dolly" geklont. Sie war das erste Tier, das aus der DNA einer erwachsenen Zelle und aus einer embryonalen Zelle geklont wurde. Obwohl Dolly gesund zu sein scheint, sind viele Fragen offen. Zum Beispiel weiss man noch nicht, ob sie schneller als ein normales Schaf altern wird. Außerdem benötigte man 277 Versuche, um diese eine Lebendgeburt zu erreichen.

Wer würde dies beim Experimentieren mit menschlichen Babys auf sich nehmen wollen?

Es gibt jedoch Menschen, die Klonen akzeptieren würden, um ein Kind zu bekommen. Dies könnten Eltern sein, die ein Kind verloren haben und es ersetzen wollen. Andere könnten Menschen sein, die eigene Kinder haben wollen, auf dem üblichen Weg aber keine bekommen können. Zum Beispiel könnte ein Mann, der kein Sperma produzieren kann, seine eigene DNA in die Eizelle seiner Partnerin einsetzen lassen - und damit seinen eigenen Klon erzeugen.

Wenn Klonen die einzige Möglichkeit für Sie wäre, ein Kind zu bekommen, würden Sie es versuchen? Und wen möchten Sie es wissen lassen? Könnten Sie ein geklontes Kind erkennen?

„Oooh - sieht er nicht ganz aus wie der Vater?"

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