Vorhersagen hinsichtlich der durchschnittlichen Lebenserwartung
der Bevölkerung eines Staates wirken sich entscheidend
auf die Politik aus, denn sie haben Einfluß auf die
Höhe der Lohnsteuern, auf die Höhe der Bezüge
der jetzigen Rentenempfänger und auf die finanzielle
Lage zukünftiger Generationen.
Innerhalb der EU beträgt die derzeitige durchschnittliche
Lebenserwartung 78,6 Jahre (74,7 Jahre für Männer
und 82,5 Jahre für Frauen).
Die Anzahl der Jahre, von denen wir -rein statistisch gesehen-
erwarten dürfen, sie bei guter Gesundheit zu verbringen
(healthy life expectancy") liegt jedoch deutlich
darunter: in der EU sind dies für die Gesamtbevölkerung
70,4 Jahre, für Männer 68,2 Jahre und für Frauen
72,6 Jahre.
Weitere Daten, die von der EU regelmäßig errechnet
werden, sind zum Beispiel das Abhängigskeitsverhältnis",
das das Verhältnis der arbeitenden Bevölkerung zur
nicht-arbeitenden Bevölkerung angibt, und das Wirtschaftsabhängigkeitsverhältnis",
das außerdem die Zahl der Arbeitslosen erfasst. Dabei
ist es natürlich erheblich schwieriger, langfristig wirtschaftliche
Faktoren wie zum Beispiel die Anzahl der zur Verfügung
stehenden Arbeitsplätze und die Arbeitslosenquote abzuschätzen,
als demographische Trends wie die Geburten- und die Sterberate
zu extrapolieren.
Bevor man die gesetzlichen Unterschiede einzelner Länder
miteinander vergleicht, lohnt es sich, einen Blick auf die
demographischen Fakten in den verschiedenen Ländern zu
werfen.
Hier finden Sie die Antwort auf folgende Fragen:
Wie viel Prozent der Bevölkerung sind
über 65 und wie sieht die weitere Entwicklung für
diese Altersgruppe aus? Wie hoch ist heute die durchschnittliche
Lebenserwartung und die Lebenserwartung bei guter Gesundheit"?
Wie hoch ist das gesetzliche Rentenalter und
wie hoch ist das aktuelle Durchschnittsrentenalter (infolge
von Frührenten usw.)?
Wie wird das Grundeinkommen älterer Menschen
gesetzlich garantiert?
Sind Kinder verpflichtet, ihre Eltern finanziell
zu unterstützen?
Ist es gesetzlich erlaubt, eine ärztliche
Behandlung abzulehnen?
Ist Beihilfe zum Selbstmord oder aktive Sterbehilfe
(Euthanasie") legal?
Wenn Sie mehr wissen möchten, klicken Sie auf einer
der Fragen. Oder klicken Sie hier,
um die Antworten auf alle Fragen nach Ländern zu ordnen.
Wie viel Prozent der Bevölkerung
sind über 65 und wie sieht die weitere Entwicklung für
diese Altersgruppe aus? Wie hoch ist heute die durchschnittliche
Lebenserwartung und die Lebenserwartung bei guter Gesundheit"?
Deutschland
In Deutschland sind heute mehr
als 16 % der Bevölkerung 65 oder älter (19,97 %
der Frauen und 13,17 % der Männer). Dies bedeutet, dass
zur Zeit in Deutschland mehr Menschen leben, die 65 Jahre
oder älter sind als Menschen, die 15 oder jünger
sind.
Im Jahr 2030 werden mehr als 26
% der Deutschen 65 Jahre oder älter sein (beinahe 29
% der Frauen und 23,4 % der Männer). Für das Jahr
2050 wird geschätzt, dass dann beinahe jede dritte Frau
(32 %) und jeder vierte Mann (25 %) in Deutschland 65 Jahre
oder älter sein werden.
Die durchschnittliche Lebenserwartung
beträgt in Deutschland derzeit 77,5 Jahre (74,4 Jahre
für Männer und 80,6 Jahre für Frauen). Statistisch
gesehen wird ein Mann, der jetzt 60 ist, weitere 19 Jahre
leben, während eine gleichaltrige Frau eine Lebenserwartung
von 83,3 Jahren hat.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) beträgt die "healthy life expectancy"
(Lebenserwartung bei guter Gesundheit) in Deutschland 69,4
Jahre (67,4 Jahre für Männer und 71,5 Jahre für
Frauen).
Dänemark
Zur Zeit sind in Dänemark
15% der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Im Jahr 2020
wird ihr Anteil auf 19% und im Jahr 2030 auf 21 % gestiegen
sein. Und im Jahr 2040 werden nach derzeitigen Schätzungen
23% der Dänen über 65 Jahre alt sein.
Die durchschnittliche Lebenserwartung
in Dänemark beträgt 76,7 Jahre (74,3 für Männer
und 79,0 für Frauen). Die "healthy life expectancy"
(Lebenserwartung bei guter Gesundheit) beträgt für
Dänen 63,5 Jahre (62,9 für Männer und 64,1
für Frauen).
Finnland
In Finnland sind heute 15% der
Bevölkerung über 65. Bis zum Jahr 2030 wird jeder
vierte Finne über 65 Jahre alt sein, danach wird der
Anteil der Über-65-Jährigen
wahrscheinlich leicht abnehmen und im Jahr 2050 näher
am EU-Durchschnitt liegen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung
beträgt derzeit in Finnland 77,4 Jahre (73,7 Jahre für
Männer und 81,2 Jahre für Frauen). Die durchschnittliche
Lebenserwartung bei guter Gesundheit ( "healthy life
expectancy") liegt bei 68,8 Jahre (66,1 Jahre für
Männer und 71,5 Jahre für Frauen).
Frankreich
Derzeit sind 16% der Franzosen
über 65 Jahre alt (21%, d.h. 12,1 Millionen Menschen,
sind über 60). Diese Zahl könnte im Jahr 2050 beinahe
30% erreichen. Nach heutigen Schätzungen könnten
im Jahr 2020 4 Millionen und im Jahr 2040 bis zu 7 Millionen
Franzosen über 80 Jahre alt sein.
In Frankreich liegt die durchschnittliche
Lebenserwartung für Männer bei 74,9 und für
Frauen bei 82,4 Jahren (Angaben von 1999). Dieser Abstand
zwischen den Geschlechtern ist der größte innerhalb
der Europäischen Union. Die durchschnittliche Lebenerwartung
französischer Frauen ist nach der der Japanerinnen die
höchste der Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung
französischer Männer entspricht dagegen dem Durchschnitt
der EU.
Frauen verbringen durchschnittlich
etwas weniger als 8 Jahre in einem Zustand ernsthafter Behinderung
oder Abhängigkeit, Männer rund 5,5 Jahre. Derzeit
leben in Frankreich 1.417.000 Menschen über 60 im Zustand
physischer oder psychischer Behinderung oder Abhängigkeit.
Nach aktuellen Schätzungen könnte diese Zahl von
derzeit 6% im Jahr 2010 auf 14% und im Jahr 2040 auf 50% angestiegen
sein.
Großbritannien
In Großbritannien sind derzeit
18,1% der Bevölkerung über 65 Jahre alt und bis
zum Jahr 2031 wird fast ein Viertel (23%) der britischen Bevölkerung
über 65 sein. Man geht allerdings derzeit davon aus,
dass sich die Wachstumsrate danach abschwächt und im
Jahr 2051 lediglich" 24% der britischen Bevölkerung
über 65 sein werden.
Heute beträgt die durchschnittliche
Lebenserwartung in Großbritannien 77,5 Jahre (75 Jahre
für Männer und 79,9 Jahre für Frauen). Obwohl
in Großbritannien zur so genannten Lebenserwartung bei
guter Gesundheit ("healthy life expectancy") nur
wenige Daten vorliegen und die Angabe einer solchen Zahl derzeit
schwierig ist, geht man auf Grund vorläufiger Untersuchungen
davon aus, dass die "healthy life expectancy" ca.
10 Jahre unter der durchschnittlichen Lebenserwartung liegt.
Portugal
Im Jahr 2000 waren in Portugal
1.533.800 Menschen, oder anders ausgedrückt 15,3% der
Bevölkerung, über 64 Jahre alt.
Die durchschnittliche Lebenserwartung
ab der Geburt beträgt derzeit in Portugal 76,9 Jahre
(73,47 Jahre für Männer und 80,30 Jahre für
Frauen); die "healthy life expectancy" (Lebenserwartung
bei guter Gesundheit) ab der Geburt liegt bei 65,8 Jahre (62,2
Jahre für Männer und 694 Jahre für Frauen).
Spanien
In Spanien sind derzeit 16,2%
der Bevölkerung über 65 Jahre alt und ungefähr
36.000 Menschen überschreiten diese Altersgrenze jeden
Monat. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt
74,4 Jahre für Männer und 81,5 Jahre für Frauen.
Männer, die das 65. Lebensjahr
erreicht haben, leben durchschnittlich 16 weiter Jahre, Frauen
weitere 19,8 Jahre. Was die Lebenserwartung angeht, hat Spanien
eine regelrechte Revolution durchgemacht: Dank der verbesserten
Gesundheitsversorgung, der Fortschritte in der Medizin, und
der verbesserten allgemeinen Lebensbedingungen erreichen heute
85% der Bevölkerung ein hohes Alter".
Europäische Union
Die derzeitige durchschnittliche
Lebenserwartung für ein Kind bei der Geburt beträgt
in der EU 78,6 Jahre (74,7 für Männer und 82,5 für
Frauen).
Komplizierter ist es, für
die gesamte EU eine durchschnittliche Lebenserwartung
bei guter Gesundheit" (healthy life expectancy")
anzugeben. Mit unserer ständig steigenden Lebenserwartung
wird die Qualität" dieses immer längeren
Lebens zu einem immer wichtigeren Thema. Die Lebenserwartung
bei guter Gesundheit" (manchmal auch als aktive
Lebenserwartung" bezeichnet) bezieht sich deshalb auf
die durchschnittliche Anzahl der Lebensjahre, die ein Bürger
eines Staates rein statistisch ohne wesentliche Einschränkungen
durch eine oder mehrere chronische Erkrankungen leben wird.
Es ist schwierig, solche Angaben aus den verschiedenen Mitgliedsländern
europaweit miteinander zu vergleichen, da sowohl der Erhebung
als auch der Berechnung teilweise unterschiedliche Parameter
zu Grunde liegen.
Weitere Informationen finden Sie
unter
http://www.ifa-fiv.org/menu7_demographie/menu7_ageing_ang.htm
http://www.unece.org/stats/links.htm
Einer von drei Europäern
ist heute älter als 50 Jahre; einer von fünf älter
als 60. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag die durchschnittliche
Lebenserwartung in Europa bei 47 Jahren, 100 Jahre später
erreichte sie 65 Jahre. Heute wird geschätzt, dass die
durchschnittliche Lebenserwartung eines in Europa geborenen
Kindes bei der Geburt im Jahr 2050 77 Jahre betragen wird.
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Fragen]
Wie hoch ist das gesetzliche Rentenalter
und wie hoch ist das aktuelle Durchschnittsrentenalter (infolge
von Frührenten usw.)?
Deutschland
Das gesetzliche Rentenalter liegt
in Deutschland bei 65 Jahre, aber es gibt zahlreiche abweichende
Regelungen, zum Beispiel für verschiedene Berufsgruppen.
Auf Grund der Struktur und Organisation der Altersversorgung
in Deutschland (allgemeine Rentenversicherung, Pensionen für
Beamte etc.) liegen keine vergleichbaren Zahlenangaben für
ein allgemeines durchschnittliches Rentenalter vor.
Im Jahr 2000 betrug das durchschnittliche
Rentenalter bei Beamten 57 Jahre und für Versicherte
der gesetzlichen Rentenversicherung (hauptsächlich Angestellte)
60,2 Jahre (59,8 Jahre für Männer, 60,5 Jahre für
Frauen).
Dänemark
Das derzeitige gesetzliche Rentenalter
beträgt in Dänemark 65 Jahre. Für Personen,
die vor dem 1. Juli 1999 60 Jahre alt geworden sind, beträgt
es allerdings 67 Jahre. Das aktuelle durchschnittliche Rentenalter
liegt bei 61 - 62 Jahren.
Finnland
Das gesetzliche Rentenalter beträgt
in Finnland 65 Jahre, das aktuelle Durchschnittsrentenalter
liegt bei 59 Jahren.
Frankreich
Seit 1983 beträgt das generelle
gesetzlich festgelegte Rentenalter in Frankreich 60 Jahre.
Allerdings ist diese Altersgrenze für bestimmte Angestellte
des öffentlichen Dienstes (zum Beispiel Armeeangehörige
oder Eisenbahnarbeiter) und für Frauen, die drei oder
mehr Kinder aufgezogen haben, niedriger.
Das tatsächliche Durchschnittsrentenalter
beträgt derzeit 61,8 Jahre; Frauen gehen durchschnittlich
mit 62,5 Jahren in Rente, Männer mit 60,5 Jahren.
Rund 10% der Bevölkerung
gehen vor dem 60. Lebensjahr in Rente, 57,3% zwischen 60 und
64 und 33,2 % mit 65 Jahren oder mehr. Das Durchschnittsalter
pensionierter Menschen beträgt 72 Jahre.
Heute leben die Franzosen im Durchschnitt
nach der Pensionierung noch 20 Jahre im Vergleich zu 10,6
Jahren im Jahr 1975.
Großbritannien
In Großbritannien gibt es
kein Gesetz, das vorschreibt, wann man in Rente gehen müßte.
Man kann solange weiterarbeiten, wie man will. Allerdings
gibt es ein gesetzlich festgelegtes Alter, ab dem man das
Recht auf den Erhalt einer staatlichen Rente hat. Gegenwärtig
beträgt dieses Alter 60 Jahre für Frauen und 65
Jahre für Männer. Zwischen 2010 und 2020 wird diese
staatliche Rentenalter für Frauen ansteigen und ab dem
6. April 2020 wird das staatliche Rentenalter sowohl für
Männer als auch für Frauen 65 Jahre betragen.
Trotz des gegenwärtig bestehenden
Unterschieds beim staatlichen Rentenalter beträgt das
aktuelle durchschnittliche Rentenalter in Großbritannien
für Männer wie für Frauen etwa 65 Jahre.
Im Vergleich mit anderen Industrieländern
ist die Beteiligung älterer Menschen am Arbeitsmarkt
in Großbritannien vergleichweise gering. Lediglich 5,2%
der Menschen über 65 befinden sich hier in einem bezahlten
Arbeitsverhältnis, verglichen mit 10,2% in Schweden,
12,4% in den USA und 22,1% in Japan.
Portugal
In Portugal beträgt das gesetzliche
Rentenalter 65 Jahre. Eine frühere Pensionierung ab dem
55sten Lebensjahr ist möglich, falls die betreffende
Person bereits mindestens 30 volle Jahre gearbeitet hat. Der
Höhe der ausgezahlten Rente ist in diesem Fall entsprechend
geringer.
Das aktuelle Durchschnittsrentenalter
liegt in Portugal derzeit für Männer bei 65 und
für Frauen bei 62 Jahren. 10,7 % der Gesamtbevölkerung
arbeitet über das 64. Lebensjahr hinaus.
Spanien
Das gesetzliche Rentenalter in
Spanien beträgt 65 Jahren, doch es gibt Ausnahmen von
dieser allgemeinen Regel.
Europäische Union
Obwohl die Sozialversicherungssysteme
in den Mitgliedsländern unterschiedlich sind, haben die
meisten europäischen Länder derzeit ein gesetzliches
Rentenalter von 65 Jahren. Das derzeitige Durchschnittsrentenalter
in Europa beträgt 60 Jahre für Frauen und 59.5 für
Männer.
(Anmerkung: Diese Daten beziehen
sich auf EU-15).
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Fragen]
Wie wird das Grundeinkommen älterer
Menschen gesetzlich garantiert?
Deutschland
In Deutschland haben viele Menschen,
die direkt für den Staat oder im Öffentlichen Dienst
arbeiten (Beamte" wie z.B. Staatsbeamte, Beamte
im öffentlichen Dienst, Soldaten, Richter usw.) einen
Anspruch auf eine Rente, die vom Staat ausbezahlt wird ("öffentlich-rechtliches
Altersicherungssystem").
Die meisten Angestellten sind
gesetzlich dazu verpflichtet, in das System der gesetzlichen
Rentenversicherung" einzuzahlen, welche ihnen dann nach
ihrer Pensionierung eine in der Höhe von ihrem früheren
Gehalt abhängige monatliche Summe (Rente")
auszahlt. Innerhalb dieses Versicherungssystems müssen
die Menschen, die gegenwärtig arbeiten, das Geld einzahlen,
das die Renten im gleichen Zeitraum finanziert (so genannter
Generationenvertrag). Angesichts der sich verändernden
Altersstruktur der Bevölkerung und der daraus resultierenden,
stetig wachsenden Belastung für die derzeit arbeitende
Bevölkerung (immer höhere Beitrage zur Rentenversicherung)
war und ist dieses System der Alterssicherung eines der meist
diskutierten politischen Themen der letzten Jahre in Deutschland.
Selbstständige sind gesetzlich nicht verpflichtet, in
dieses System einzuzahlen, können dies aber auf freiwilliger
Basis tun.
Zusätzlich haben viele Deutsche
eine private Rentenversicherung oder eine private Altersvorsorge
anderer Art, um ein angemessenes Einkommen nach ihrer Pensionierung
sicherzustellen.
Dänemark
Das dänische Rentengesetz
(Lov om social pension") von 2001 garantiert eine
einheitliche Rente für jeden über 65. Diese staatliche
Rente basiert auf dem Kriterium des Wohnsitzes; jeder, der
im Alter von 15 bis 65 Jahren mindestens zehn Jahre in Dänemark
gelebt hat, hat ein Anrecht darauf. Allerding müssen
mindestens fünf dieser zehn Jahre unmittelbar vor dem
Beginn der Rente liegen.
Zusätzlich dazu gibt es einen
ergänzenden Arbeitsmarktrentenfonds (ATP), gemäß
dem dänischen Staatsgesetzes zur Zusatzrente (Lov
om Arbejdsmarkedets Tillægspension") von 2001.
Dabei handelt es sich um einen Pflichtversicherungsplan für
Angestellte, wobei die Auszahlungen von der Dauer der Zugehörigkeit
und von der Höhe der eingezahlten Beiträge abhängen.
Finnland
Das finnische Rentengesetz (National
Pensions Act) von 1956 garantiert jeder Person über 65
ein Grundeinkommen inklusive sozialer Unterstützung und
dem gesetzlich vorgesehenen Recht auf Dienstleistungen. Zusätzlich
dazu sind alle aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmenden Personen
in einem Versicherungssytem rentenversichert. Überschreitet
die durch diese Rentenversicherung gezahlte Altersrente eine
gewisse Grenze, entfällt die staatliche Alterssicherung.
Frankreich
In Frankreich garantiert das allgemeine
Rentenversicherungssystem eine volle Rente (50% des Einkommens)
für alle Personen, die mindestens 40 Jahre Beiträge
eingezahlt haben. Ist dies nicht der Fall, ist der ausgezahlte
Betrag niedriger. Die Mindestrente beträgt 6.800 Euro
pro Jahr und es gibt ein Mindesteinkommen, RMI genannt, von
rund 400 Euro pro Monat für eine Einzelperson. Zusätzlich
gibt es viele Beihilfen für ältere Menschen mit
niedrigem Einkommen: Wohnungsbeihilfe, Zahlung ärztlicher
Kosten, Haushaltshilfen, Krankenpflegeunterstützung für
die Heimpflege usw..
Großbritannien
Zur Zeit beträgt eine volle
Staatsrente in Großbritannien £75,50 pro Woche
(119,09 Euro). Um diese zu erhalten, muss man ausreichend
viele Jahre Beiträge in den staatlichen Versicherungsplan
eingezahlt haben. Ist dies nicht der Fall (zum Beispiel, weil
die betreffende Person die meiste Zeit ihres Lebens im Ausland
gearbeitet hat), hat man lediglich ein Anrecht auf einen Teilbetrag
der Staatsrente.
In einem solchen Fall und auch
dann, wenn jemand keine weitere Rente neben der Staatsrente
bekommt, erhöht der Staat das Einkommen auf £98,15
(154,76 Euro) für eine Einzelperson oder £149,80
(236,21 Euro) für ein Ehepaar. Es gibt somit ein garantiertes
Mindesteinkommen (minimum income guarantee") für
alle Rentner in Großbritannien.
Ab April 2003 wird die Rentenversicherung
positiv berücksichtigen, wenn Rentner während ihres
Arbeitslebens Ersparnisse angelegt haben oder wenn sie über
das stattliche Rentenalter hinaus weitergearbeitet haben.
Der staatliche Gesundheitsdienst
sorgt für die kostenlose Gesundheitsfürsorge und
medizinische Behandlung aller Einwohner Großbritanniens
und somit auch für die der Rentner. Behinderten stehen
darüber hinaus gehende Hilfen zu.
Portugal
In der portugiesischen Verfassung
wird ausdrücklich erwähnt, dass alle Portuguiesen
ein Anrecht auf soziale Sicherheit haben. Die Verantwortung
für den Schutz der älteren Bürger liegt beim
Staat. Alle Arbeitgeber, eingeschlossen der Staat selbst,
tragen durch monatliche Einzahlungen zu einem Fonds bei, der
den Angestellten später im Leben eine Rente auszahlt.
Abgesehen von diesem System ist
es dem Einzelnen freigestellt, seine Rente auf dem privaten
Sektor zu ergänzen (zum Beispiel durch private Versicherungen
oder Anlagepläne bei Banken). Die Nachfrage nach einer
solchen zusätzlichen Altersvorsorge (im allgemeinen als
PPR's bezeichnet) steigt.
Spanien
In Spanien beträgt die durchschnittliche
Altersrente ungefähr 555 Euro. Der genaue Betrag hängt
sowohl von den Beitragsjahren als auch von der Höhe der
in die Sozialversicherung eingezahlten Beitrage ab.
Europäische Union
Die Systeme zur sozialen Absicherung
älterer Menschen sind in Europa von Land zu Land unterschiedlich
und eine Frage der nationalen Gesetzgebung der einzelnen Mitgliedsstaaten.
Allerdings hat die Europäische Union in letzter Zeit
eine große Anzahl von Berichten und Studien veranlasst,
um eine allgemein gültige Politik voranzutreiben.
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Fragen]
Sind Kinder verpflichtet, ihre Eltern
finanziell zu unterstützen?
Deutschland
Im Moment sind Kinder in Deutschland
unter bestimmten Umständen gesetzlich dazu verpflichtet,
ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Ältere Menschen,
die keinen Anspruch auf eine Rente oder Pension und auch keinerlei
private Alterssicherung oder Vermögen haben, können
- wie jeder andere, der Unterstüztung benötigt -
Sozialhilfe beantragen. In diesem Fall fordern die Behörden
das ausgezahlte Geld von den Kindern dieser Person zurück,
falls deren monatliches Einkommen einen bestimmten Betrag
übersteigt.
Ab 1. Januar 2003 wird ein neues
Gesetz in Deutschland ein Grundeinkommen für jeden Menschen
über 65 garantieren. Allerdings werden Personen, die
über 100.000 Euro im Jahr verdienen, bei Bedarf auch
weiterhin zur Ünterstützung ihrer Eltern verpflichtet
sein, falls diese darauf angewiesen sind.
Dänemark
Nein.
Finnland
Nein.
Frankreich
Nein, es gibt in Frankreich kein
Gesetz, dass Kinder, selbst wenn sie ein hohes Einkommen haben,
dazu verpflichten würde, ihre Eltern zu versorgen, wie
alt oder bedürftig diese auch immer sein mögen.
Auf der anderen Seite können Kinder ihre Eltern gerichtlich
unter Vormundschaft stellen lassen und dann deren Vermögen
verwalten, wenn die Eltern nicht länger in der Lage sind,
das selbst zu tun.
Großbritannien
Nein. Wenn in Großbritannien
ein älterer Mensch in ein Alters- oder Pflegeheim umziehen
muss, ist er oder sie höchstwahrscheinlich gezwungen,
sein Haus zu verkaufen, um für die Pflegekosten aufzukommen.
Wenn jemand kein Haus oder sonstiges Vermögen besitzt,
übernimmt der Staat die nicht abgedeckten Kosten.
Portugal
Nein.
Spanien
Das spanische Zivilrecht legt
in Titel VI, Artikel 143-144 (Zur Unterstüztung
unter Angehörigen") fest, dass direkte Verwandte,
sowohl Nachkommen als auch Vorfahren, zu gegenseitiger Unterstützung
verpflichtet sind.
Europäische Union
Hierzu gibt es auf europäischer
Ebene keine Regelung. Die Europäische Kommission oder
das europäische Parlament geben keinerlei Empfehlung
zu diesem Thema, das unter die nationale Gesetzgebung der
einzelnen Mitgliedsländer fällt.
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Fragen]
Ist es gesetzlich erlaubt, eine ärztliche
Behandlung abzulehnen?
Deutschland
In Deutschland hat jeder Patient
das Recht, Art und Umfang einer medizinischen Behandlung selbst
zu bestimmen. Jede einwilligungsfähige Person kann dies
in einer so genannten Patientenverfügung"
auch für spätere Situationen festlegen, in denen
der Patient möglicherweise nicht in der Lage ist, den
Ärzten seinen Willen mitzuteilen. Als einwilligungsfähig
gilt dabei jeder, der Bedeutung, Umfang und Tragweite einer
solchen Verfügung zu beurteilen vermag. Dies gilt auch
für Minderjährige, in einem solchen Fall muss aber
vor der Umsetzung der Patientenverfügung die Einwilligung
des Sorgeberechtigten eingeholt werden. Eine Patientenverfügung
kann schriftlich erfolgen oder durch die Benennung einer Vertrauensperson.
Allerdings ist aktive Sterbehilfe
in Deutschland verboten und darf auch dann nicht geleistet
werden, wenn sie in einer Patientenverfügung ausdrücklich
gefordert wird.
Dänemark
Das 1998 in Kraft getretene dänische
Gesetz zum Patientenrecht (Lov om patienters retsstilling")
besagt, dass keine Behandlung ohne das Einverständnis
des Patienten begonnen oder fortgesetzt werden darf. Es ist
möglich, seine Wünsche bezüglich medizinischer
Behandlung in einer Behandlungsverfügung schriftlich
niederzulegen.
Es gibt in Dänemark zwei
Ausnahmefälle, in denen Patienten eine Behandlung nicht
ablehnen können. In Fall einer Epidemie kann der Innenminister
auf Rat der staatlichen Gesundheitsbehörde anordnen,
dass eine gesetzlich vorgeschriebene Behandlung begonnen wird
(Dänisches Gesetz über die Verordnungen der Behörden
gegen die Übertragung von Krankheiten, Lov om foranstaltninger
mod smitsomme sygdomme", von 1979).
Die andere Ausnahme betrifft Personen,
die psychisch krank sind und eine Gefahr für sich selbst
oder ihre Umgebung darstellen. Eine solche Person kann gesetzlich
dazu gezwungen werden, sich einer Behandlung zu unterziehen
(Dänisches Gesetz über den Verlust der Entscheidungsfreiheit
und andere Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie, Lov
om frihedsberøvelse og anden tvang i psykiatrien",
von 1998).
Finnland
Das in Finnland 1993 in Kraft
getretene Patientengesetz umfasst sowohl Regelungen über
das Anrecht eines Patienten auf ärztliche Behandlung
als auch über sein Recht, eine Behandlung abzulehnen,
wenn er es wünscht. Es ist möglich, eine schriftliche
Behandlungsverfügung aufzusetzen, die zum Beispiel sicherstellt,
dass ein Patient nicht gegen seinen Willen wiederbelebt wird.
Frankreich
In Frankreich kann ein Patient
eine Behandlung ablehnen, ein Arzt dagegen nicht. Nach dem
französischen Zivilrecht (Artikel 16-1 und Artikel 16-3
bezüglich der Unverletzlichkeit und Unversehrtheit des
menschlichen Körpers) darf kein Arzt einen Patienten
dazu drängen, einer ärztlichen Untersuchungen oder
einer Behandlung zuzustimmen. Allerdings muss der Arzt den
Patienten über alle Folgen seiner Ablehnung einer Behandlung
aufklären und er muss versuchen, den Patienten von der
Behandlung zu überzeugen (Artikel 35 der Richtlinien
zur ärztlichen Ethik). Wenn sich ein Arzt in einem Ausnahmefall
nicht in der Lage sieht, eine Behandlung fortzuführen,
muss er die Fortsetzung der Behandlung sicherstellen, indem
er den Patienten an einen anderen Arzt überweist. Ohne
die Berücksichtigung der Wünsche des Patienten darf
ein Arzt nur dann handeln, wenn es sich um einen extremen
Notfall handelt, wenn das Leben des Patienten auf dem Spiel
steht oder wenn der Patient geistig behindert ist und eine
Gefahr für sich selbst oder andere darstellt. Ein Arzt,
der sich weigert, einer verletzten oder kranken Person, die
sich in Gefahr befindet, zu helfen, kann strafrechtlich verfolgt
werden.
Großbritannien
Ein zurechnungsfähiger Erwachsenen
kann in Großbritannien eine medizinische Behandlung
ablehnen, selbst wenn dies zu einer Verkürzung seiner
Lebenserwartung führt. Ausgenommen davon sind Patienten,
die wegen bestimmter psychischer Erkrankungen in der geschlossenen
Station einer psychatrischen Klinik behandelt werden (Gesetz
zu psychatrischen Erkrankungen von 1983).
Nicht so eindeutig ist die Situation
dagegen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Die
gesetzlichen Vorschriften gehen hier davon aus, dass Kinder
behandelt werden sollten. In einigen Fällen können
Kinder unter 18 Jahren ihr Einverständnis zur Fortsetzung
einer Behandlung geben, selbst wenn dies gegen den Willen
ihrer Eltern ist. Im umgekehrten Fall können Eltern jedoch
die Zustimmung zu einer Behandlung geben, auch wenn das Kind
selber sie ablehnt. In Extremfällen muss ein Gerichts
entscheiden, ob eine Behandlung fortgesetzt werden soll.
Portugal
Ja. Allerdings darf eine unmittelbare,
sofortige Behandlung in einer lebensbedrohlichen Situation
nur vom Betroffenen selbst in freier und ausdrücklicher
Entscheidung abgelehnt werden (oder von seiner Familie, falls
die betreffende Person nicht in der Lage ist, ihren Willen
auszudrücken). In diesem Fall kann der Arzt jedoch die
weitere Verantwortung für diesen Patienten ablehnen.
Portugal hat keine besondere Gesetzgebung
zu so gennanten Patientenverfügungen. Es gibt jedoch
auch keine Vorschrift, die jemanden davon abhalten würde,
eine solche Verfügung zu formulieren und darin zum Beispiel
festzulegen, dass er oder sie unter bestimmten Umständern
lieber sterben möchte als mit Hilfe von Maschinen am
Leben erhalten zu werden.
Spanien
In Spanien ist es gesetzlich erlaubt,
eine medizinische Behandlung abzulehnen, außer wenn
das Nicht-Eingreifen ein Risiko für die öffentliche
Gesundheit zur Folge hat (Artikel 10.9 des Allgemeinen Gesundheitsgesetzes
14/1986 vom 25. April). Wenn der Patient nicht in der Lage
ist, selbst eine Entscheidung zu treffen, geht das Recht zur
Entscheidung an die Familie oder die nächsten Verwandten
über.
Europäische Union
Hierzu gibt es auf europäischer
Ebene keine Regelung. Die Europäische Kommission oder
das europäische Parlament geben keinerlei Empfehlung
zu diesem Thema, das unter die nationale Gesetzgebung der
einzelnen Mitgliedsländer fällt.
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Fragen]
Ist Beihilfe zum Selbstmord oder aktive
Sterbehilfe (Euthanasie") legal?
Deutschland
Da Selbstmord in Deutschland keine
strafbare Handlung ist, gilt die Beihilfe zum Selbstmord im
allgemeinen genausowenig als Straftat, solange die eigentliche
Tötungshandlung (z.B. das Schlucken von Gift) vom Selbstmörder
selbst ausgeführt wird. Nimmt jedoch die Person, die
die Beihilfe leistet, eine so genannte Garantenstellung für
das Leben des betreffenden Patienten ein, macht sie sich strafbar.
Dies gilt zum Beispiel für nahe Verwandte oder Ärzte.
Jede Form von aktiver Sterbehilfe
ist in Deutschland verboten und steht unter Strafe, auch wenn
die betreffende Person ausdrücklich darum bittet. Allerdings
wird dieses Thema in Deutschland immer wieder öffentlich
und in der Presse diskutiert, besonders seit die aktive Sterbehilfe
in den benachbarten Niederlanden legalisiert wurde.
Dänemark
Das dänische Gesetz zum Patientenrecht
(Lov om patienters retsstilling") von 1998 besagt,
dass passive Sterbehilfe, wie beispielsweise das Beenden einer
Behandlung bei einem unheilbar erkrankten Patienten, legal
ist. Aktive Sterbehilfe und die Beihilfe zum Selbstmord sind
verboten.
Finnland
Das in Finnland 1993 in Kraft
getretene Patientengesetz umfasst auch Regelungen zur Sterbehilfe
(Euthanasie"). In Finnland wird zwischen aktiver
und passiver Sterbehilfe unterschieden. Aktive Sterbehilfe
ist nicht erlaubt. Passive Sterbehilfe, wie beispielsweise
das Beenden einer Behandlung eines unheilbar erkrankten Patienten,
ist dagegen möglich.
Frankreich
Nein. Sterbehilfe ist in Frankreich
verboten, gleichgültig, ob sie von einem Pfleger oder
einer anderen Person ausgeführt wird, da keine
Person das Recht hat, vorsätzlich den Tod herbeizuführen"
(Richtlinien zur ärztlichen Ethik, Artikel 38). Sterbehilfe
wird als unvereinbar mit dem Gesetz, der ärztlichen Praxis
und der allgemeinen Ethik angesehen, und einem Pfleger drohen
in einem solchen Fall sowohl strafrechtliche als auch disziplinarische
Konsequenzen. In der Praxis wird therapeutische Enthaltung"
(auch bekannt als passive Sterbehilfe") toleriert.
Darunter versteht man das Beenden einer Behandlung (z.B. der
maschinellen Unterstützung der Herztätigkeit oder
der künstlichen Beatmung) bei unheilbar Kranken.
Großbritannien
Die Erklärung zu den Menschenrechten
von 1998 (Human Rights Act) verlangt, dass das Recht eines
jeden Menschen auf Leben vom Gesetz geschützt wird.
In Großbritannien ist es
illegal, jemandem dabei zu helfen, seinem eigenen Leben ein
Ende zu setzen. Vor kurzem machte der Fall von Diane Pretty
Schlagzeilen: der schwer behinderten Frau, die auf Grund ihrer
Behinderung selber nicht in der Lage ist, sich umzubringen,
wurde gerichtlich die Erlaubnis verweigert, dass ihr Ehemann
ihr helfen dürfte, ihr Leben zu beenden. Nach englischem
Gesetz könnte sie sich nur dann dafür entscheiden,
freiwillig zu sterben, wenn sie körperlich dazu in der
Lage wäre, sich eigenhändig zu töten.
Aktive Sterbehilfe (Euthanasie")
ist in Großbritannien eine Straftat und wird wie Mord
behandelt - d.h. möglicherweise mit einer lebenslänglichen
Freiheitsstrafe geahndet. Patienten können aber eine
lebensverlängernde Behandlung ablehnen.
In einigen Fällen kann ein
Arzt eine medizinische Behandlung aus ethisch und gesetzlich
vertretbaren Gründen abbrechen, wenn die Fortsetzung
der Behandlung aussichtlos ist oder wenn keine Verbesserungen
erzielt werden können.
Portugal
In Portugal ist die öffentliche
Diskussion zum Thema Sterbehilfe nicht besonders ausgeprägt.
Es wird unterschieden zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe
(letztere wird oft auch als Behilfe zum Selbstmord bezeichnet).
Beide sind in Portugal verboten, und beide werden, wenn sie
nachgewiesen werden, mit einer Haftstrafe von bis zu drei
Jahren bestraft.
Spanien
In Spanien werden Sterbehilfe
und Beihilfe zum Selbstmord gemäß Artikel 143.4
der Strafgesetzordnung, Grundgesetz 10/1995 vom 23. November
als Straftaten angesehen. Sterbehilfe und Beihilfe zum Selbstmord
werden dabei unter Strafe gestellt, das Strafmaß ist
aber herabgesetzt, wenn die Tat auf die ausdrückliche,
wohlüberlegte und unmissverständliche Bitte des
Getöteten erfolgte und wenn dieser an einer ernsthaften,
notwendigerweise zu seinem Tode führenden Erkrankung
litt oder ein ernstes, schwer zu ertragendes und dauerhaftes
Leiden hatte.
Europäische Union
Hierzu gibt es auf europäischer
Ebene keine Regelung. Die Europäische Kommission oder
das europäische Parlament geben keinerlei Empfehlung
zu diesem Thema, das unter die nationale Gesetzgebung der
einzelnen Mitgliedsländer fällt.
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Fragen]
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