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Hier finden Sie die Antwort auf folgende Fragen:

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?

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Germany Denmark Finland France Untited Kingdom Portugal Spain European Union
Deutschland Dänemark Finnland Frankreich Großbritannien Portugal Spanien Europäische Union

Deutschland

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Nein, niemand kann einer Frau in Deutschland verbieten, schwanger zu werden, unter welchen Umständen auch immer.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
In Deutschland geht ein Arzt kein strafrechtliches Risiko ein, wenn er einer HIV-infizierten Frau dazu verhift, schwanger zu werden. Er oder sie könnte jedoch in einem zivilrechtlichen Prozess auf Schadenersatz verklagt werden, wenn das Kind nach einer durch medizinische Hilfe herbeigeführten Schwangerschaft (egal ob durch künstliche Befruchtung oder IVF) HIV-infiziert auf die Welt kommt.

Selbst bei Einhaltung aller medizinisch möglichen Vorbeugungsmaßnahmen besteht statistisch gesehen immer noch ein Risiko von „unter 2%", dass sich das Kind einer HIV-infizierten Mutter während der Schwangerschaft, der Wehen oder der Geburt infiziert. Dies wird rechtlich nicht als „theoretisch" angesehen (wie zum Beispiel das sehr, sehr geringe Risiko der Übertragung des Virus nach der Aufbereitung des Spermas eines HIV-positiven Mannes). Deshalb könnte der Arzt, falls das Kind doch HIV-positiv auf die Welt kommt, eventuell in einem Zivilprozess auf Schadenersatz verklagt werden. Aufgrund dieser unsicheren, gesetzlichen Situation bietet derzeit keines der Zentren für Reproduktionsmedizin in Deutschland eine künstliche Befruchtung oder IVF bei HIV-positiven Frauen an und Ärzten wird streng davon abgeraten. Die Krankenkassen leiten hieraus das Recht ab, HIV-positiven Frauen die Kostenübernahme für reproduktionsmedizinische Maßnahmen zu verweigern.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
In Deutschland wird der HIV-Test für schwangere Frauen empfohlen, er ist aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Das Gesetz wird aber derzeit so interpretiert, dass der Arzt gesetzlich dazu verpflichtet ist, jede Frau über HIV aufzuklären und ihr den Test anzubieten. Viele Fachleute befürworten einen obligatorischen Test, da ärztliche Vorbeugungsmaßnahmen zur Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung des Virus nur dann durchgeführt werden können, wenn die Frau und ihr Arzt von der HIV-Infektion der werdenden Mutter wissen.

Generell darf ein HIV-Test in Deutschland nur dann durchgeführt werden, wenn der Patient sein ausdrückliches Einverständnis dazu gegeben hat. Ein HIV-Test, der ohne dieses Einverständnis ausgeführt wurde, wird gesetzlich als eine Körperverletzung eingestuft.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
In Deutschland ist Abtreibung generell illegal, bleibt aber innerhalb der ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft straffrei, sofern die Frau zuvor eine offiziell anerkannte Beratungsstelle aufgesucht hat. Wenn die Frau HIV-infiziert ist, ist im Prinzip eine legale Abtreibung auch nach der 12. Woche aus medizinischen Grüden möglich. Allerdings ist dies heute eine eher theoretische Situation, da die meisten Frauen, die erst während der Schwangerschaft von ihrer HIV-Infektion erfahren, sich innerhalb der ersten 12. Wochen befinden.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Das Adoptivgesetz in Deutschland verlangt nach „qualifizierten" und „geeigneten" Eltern. Es liegt daher im Ermessen der für die Adoption zuständigen Behörden, zu beurteilen, ob ein antragstellendes Paar „qualifiziert" ist. Da das Adoptionsverfahren aber mehrere ausführliche Gesundheitsuntersuchungen einschließt, ist es für Menschen mit jeder Art chronischer Erkrankung praktisch unmöglich, Kinder zu adoptieren.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
In Deutschland hat fast jeder, der die Behandlung einer HIV-Infektion benötigt, Zugang zu ihr. Die meisten Menschen haben eine Krankenversicherung, und die verschiedenen Versicherungsgesellschaften sind verpflichtet, für die Behandlung zu bezahlen. Für diejenigen, die keinerlei Krankenversicherung haben, übernimmt die Sozialhilfe die Kosten sowohl für die Medikamente als auch für die notwendige ärztliche Behandlung (wie z.B. die regelmäßig erforderliche Überwachung der Viruslast und der T-Zellzahl im Blut des Patienten). Die einzigen Menschen, die keinen offiziellen Zugang zu einer HIV-Behandlung haben, sind Personen, die sich illegal in Deutschland aufhalten.

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Dänemark

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?

Nein. In Dänemark kann eine HIV-infizierte Frau nicht aufgrund der Tatsache, dass sie schwanger geworden ist, strafrechtlich verfolgt werden.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
Wenn eine Frau in einer heterosexuellen Beziehung lebt, ist es einem Arzt in Dänemark gesetzlich erlaubt, ihr zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, egal ob die Frau HIV-positiv ist oder nicht. Allerdings darf ein Arzt in Dänemark eine künstliche Befruchtung nur dann durchzuführen, wenn die betreffende Frau in einer heterosexuellen Beziehung lebt. Ist die Frau HIV-infiziert, so ist der Arzt verpflichtet, sie zu untersuchen und sie über die Risiken hinsichtlich der Schwangerschaft zu informieren. Er kann ihr auf Grund ihres Gesundheitszustandes von der Schwangerschaft abraten und sich gegebenenfalls auch weigern, ihr zu helfen, schwanger zu werden.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
Eine schwangere Frau ist gesetzlich nicht dazu verpflichtet, einen HIV-Test vornehmen zu lassen. Ein HIV-Test wird Angehörigen von „Risikogruppen" angeboten. Als solche werden in Dänemark Asiaten, Afrikaner, Lesben und Drogenabhängige („Fixer") angesehen.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
In Bezug auf Abtreibung haben HIV-infizierte Frauen in Dänemark keine Sonderstellung. Wie jede andere Frau kann eine HIV-infizierte Frau eine legale Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche vornehmen lassen. Eine Abtreibung nach der 12. Woche ist nur dann möglich, wenn Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten - so wie bei jeder anderen, schwangeren Frau auch.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Das dänische Adoptivgesetz schreibt vor an, dass das Wohlergehen des Kindes in keiner Weise durch den körperlichen oder geistigen Gesundheitszustand der Adoptiveltern negativ beeinträchtigt werden darf („Bekendtgørelse om godkendelse af adoptant", 2000.). Es ist der staatlichen Adoptionsbehörde überlassen, zu entscheiden, ob ein bestimmter körperlicher oder geistiger Zustand für eine Adoption akzeptabel ist. Bisher gab es keinen Antrag HIV-infizierter Menschen an diese Behörde, aber nach den veröffentlichten Richtlinien der Behörde zu urteilen, dürfte eine Person mit HIV oder Aids nur sehr geringe Aussichten auf eine Anerkennung als Adoptivvater oder -mutter haben.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
In Dänemark hat jeder, der eine ärztliche Behandlung einer HIV-Infektion benötigt, Zugang dazu. Jeder Person mit festem Wohnsitz in Dänemark wird die Behandlung durch die gesetzliche Krankenversicherung garantiert. Die HIV-Behandlung wird in Dänemark von den Krankenhäusern durchgeführt; diese sind auch die einizgen Einrichtungen, in denen antiretrovirale Medikamente ausgegeben werden. Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt sowohl die Medikamente als auch die ärztliche Behandlung (wie zum Beispiel die Routineüberwachung der T-Zellzahl im Blut des Patienten). Andere Einwohner wie beispielsweise Flüchtinge, die politisches Asyl beantragt haben, haben ebenfalls Zugang zur Behandlung auf staatliche Kosten.

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Finnland

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Nein, eine Frau kann unter keinerlei Umständen straftrechtlich belangt werden, weil sie schwanger geworden ist.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
Hierzu gibt es in Finnland keine gesetzlichen Regelungen.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
In Finnland ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge nicht obligatorisch, und er darf nicht ohne das Einverständnis der Mutter durchgeführt werden. Auch wenn eine HIV-Infektion festgestellt wurde, kann eine Behandlung nicht gegen den Willen der Mutter begonnen werden.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
In Finnland ist Abtreibung zum Beispiel aus gesundheitlichen oder aus sozialen Gründen gesetzlich erlaubt. Eine HIV-positive Frau kann bis zur 24. Schwangerschaftswoche eine Abtreibung vornehmen lassen.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Das finnische Adoptivgesetz enthält keine Regelungen in Bezug auf den Gesundheitszustand der Adoptiveltern. Als genereller Grundsatz gilt, dass eine Erkrankung kein Hindernisgrund für eine Adoption sein sollte, vorausgesetzt, das diese Erkrankung kein Risiko darstellt solange das Kind klein ist. Eine ärztliche Untersuchung ist jedoch Bestandteil des allgemeinen Adoptionsverfahrens, und die Erklärung des Arztes spielt bei der Entscheidung über die Eignung der Adoptiveltern eine entscheidende Rolle. Bei einer Adoption eines Kindes aus dem Ausland aus ist ein HIV-Test für das Kind vorgeschrieben und viele Länder verlangen auch einen HIV-Test der zukünftigen Eltern. Bei der Adoption eines finnischen Kindes ist ein HIV-Test nicht Bestandteil der allgemein üblichen ärztlichen Untersuchungen innerhalb des Adoptionsverfahrens.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
Die HIV-Behandlung ist für finnische Staatsbürger kostenlos.

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Frankreich

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Nein. Es gibt in Frankreich kein Gesetz, das einer Frau verbieten könnte, schwanger zu werden. Eine Frau, die von ihrer HIV-Infektion weiß -und sogar eine Frau, die bereits im Begriff steht, an Aids zu sterben- hat immer die Freiheit, selber zu entscheiden, ob sie ein Kind bekommen will. Das statistische Risiko, dass eine Frau ihr Kind mit ihrer HIV-Infektion ansteckt, beträgt in Frankreich heute 2 bis 3%, d.h. es ist 7 oder 8 Mal niedriger als vor 10 Jahren.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
In Frankreich ist es gesetzlich erlaubt, dass ein Arzt einer HIV-positiven Frau dazu verhilft, ein Kind zu bekommen, auch unter Zuhilfenahme von Techniken zur medizinisch assistierten Reproduktion (z.B. künstliche Befruchtung, IVF, ICSI). Neben der Behandlung von Unfruchtbarkeit gilt eine HIV-Infektion in Frankreich sogar als eine gesetzliche vorgesehene Indikation für die Inanspruchnahme der modernen Reproduktionsmedizin, da damit das Risiko einer Übertragung des Virus auf den HIV-negativen Partner reduziert wird. Wenn eine Frau HIV-infiziert ist, kann sie mit dem Sperma ihres Ehemannes künstlich befruchtet werden. Wenn ein Mann infiziert ist, kann sein Sperma „gewaschen" und dann für eine künstliche Befruchtung eingesetzt werden.

Gesetzlich geregelt werden diese und andere Belange medizinisch unterstützter Fortpflanzung durch ein offizielles gesetzliches Dokument (Verordnung vom 10. Mai 2001), in dem zum Beispiel die Kriterien zur Zulassung der Paare definiert sind.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
Ja. Seit 1993 wird in Frankreich ein HIV-Test während der Schwangerschaft empfohlen, er ist aber nicht zwingend vorgeschrieben (Gesetz 93-121 der Öffentlichen Gesundheitsfürsorge) - im Gegensatz zu den systematisch durchgeführt Tests auf Toxoplasmose und Röteln. Das französische System basiert auf dem Prinzip des freien Einverständnisses nach sachkundiger Aufklärung, und auf dem Recht auf Information und Behandlung. Die Ärzte sind dazu verpflichtet, schwangeren Frauen einen HIV-Test bei der ersten Vorsorgeuntersuchung vorzuschlagen, aber es ist den Frauen frei überlassen, den Test zu akzeptieren oder abzulehnen. Die meisten Schwangeren stimmen einem HIV-Test zu.

Einige Ärzte würden es lieber sehen, wenn der Test obligatorisch vorgeschrieben wäre, aber sie stoßen in Frankreich auf starken Widerstand. Im März 2002 stimmte das „Conseil National du Sida" (CNS, Nationalrat für Aids-Fragen) einstimmig gegen einen allgemein vorgeschriebenen Test, schlug aber zwei Änderungen des bestehenden Gesetzes vor. Der erste Vorschlag besagt, das das ausdrückliche Einverständnis der betreffenden Frauen eingeholt werden sollte, um die Durchführung eines HIV-Tests ohne das Wissen der Schwangeren zu verhindern (laut CNS ist dies bereits allgemeine Praxis). Der zweite Vorschlag fordert, dass zwei zusätzliche HIV-Tests während der Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden sollten (einer am Ende des sechsten Monats und einer während des letzten Vorsorgeuntersuchung), um eine mögliche Ansteckung im Verlauf der Schwangerschaft feststellen zu können.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
In Frankreich ist Abtreibung auf Wunsch einer Schwangeren seit 1974 legal. Jede Frau kann sich bis zur 12. Schwangerschaftswoche frei dafür entscheiden, ihre Schwangerschaft abzubrechen. Nach diesem Zeitpunkt ist nur eine medizinisch begründete Abtreibung erlaubt - zum Beispiel, wenn die Gesundheit der Mutter oder des Ungeborenen gefährdet ist oder wenn das Kind an einer unheilbaren Krankheit oder an einem ernsten, angeborenen Schaden leidet (zum Beispiel Anenzephalie).

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
In Frankreich werden Adoptionen auf lokaler Ebene bearbeitet und genehmigt. Dazu werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt, die von einem Kommittee aus rund zwanzig Personen vorgenommen werden. Die Antragsteller müssen mindestens 28 Jahre alt sein und können ledig oder verheiratet sein. Neben vielen anderen Qualifikationen müssen sie nachweisen, dass sie körperlich und geistig gesund sind. Um diesen Nachweis zu erbringen, müssen sie einen Psychiater und einen Allgemein-Arzt besuchen, die sie aus einer von Adoptionsbüro vorgelegten Liste auswählen können. Der Allgemein-Arzt kann einen HIV-Test vorschlagen, aber ein solcher Test ist nicht zwingend vorgeschrieben. Der Arzt muss bescheinigen, dass es keinerlei gesundheitliche Einwände gegen die Adoption eines Kindes gibt.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
In Frankreich hat jeder legale Einwohner das Recht auf ärztliche Behandlung, einschließlich der Behandlung einer HIV-Infektion. Dies gilt auch dann, wenn der Betreffende keine Beiträge zum Sozialversicherungsfonds eingezahlt hat. Dieser Sozialversicherungsfonds, der durch die Beitrage der arbeitenden Bevölkerung finanziert wird, finanziert die Medikamente, die notwendigen ärztliche Behandlungen (z.B.die Messung der Viruslast und der T-Zellzahl im Blut des Patienten) und auch den eventuell notwendigen Krankenhausaufenthalt. Ist der Patient darüber hinaus zusäztlich krankenversichert, tragen die Sozialversicherung und die Krankenversicherung die Kosten der Behandlung gemeinsam. Der HIV-Test selber ist in Frankreich kostenlos (und anonym).

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Großbritannien

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Nein, in Großbritannien kann niemand einer Frau verbieten, schwanger zu werden, egal, unter welchen Umständen auch immer.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
Nein. In Großbritannien kann ein Arzt, egal ob es sich um einen Arzt des öffentlichen Gesundheitsdienstes oder um einen privaten Arzt handelt, einer Frau mit HIV ohne strafrechtliches oder zivilrechtliches Risiko dazu verhelfen, schwanger zu werden.

Auch zu in vitro-Fertilisationsbehandlungen haben Paare mit HIV Zugang, allerdings haben Paare, in denen nur der Mann HIV-infiziert ist, bessere Aussichten auf eine Behandlung. (Durch das Entfernen der Viren aus dem Sperma des infizierten Mannes vor der IVF kann eine HIV-Infektion der Partnerin und dadurch eventuell auch des Kindes praktisch völlig verhindert werden.)

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
Demnächst wird allen schwangeren Frauen in Großbritannien routinemäßig ein HIV-Test angeboten werden. Derzeit wird der Test in allen Mütterberatungsstellen routinemäßig angeboten. Die Durchführung eines HIV-Tests ohne Einverständnis der Schwangeren wird als Straftat angesehen.

Die meisten Ärzte drängen darauf, dass alle schwangeren Frauen einen HIV-Test machen lassen, da nur bei bekannter Infektion der Mutter die heute möglichen medizinischen Vorsorgemaßnahmen durchgeführt werden können, die eine Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das ungeborenen Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern können.

Wenn Daten für statistische Zwecke benötigt werden, können HIV-Tests stichprobenmäßig anonym und an zufällig ausgewählten übriggebliebenen Blutproben vorgenommen werden. Diese Proben dürfen nicht zum Patienten zurückverfolgt werden können und dem medizinischen Personal darf nicht bekannt sein, zu wem welche Probe gehört.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
In Großbritannien ist Abtreibung bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal. Normalerweise werden Abtreibungen jedoch zwischen der 12. und der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Nach der 24. Woche darf eine Abtreibung nur durchgeführt werden, wenn die Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet, oder wenn der Fötus schwerwiegende Abnormalitäten hat.

Um in Großbritannien eine Abtreibung durchführen zu lassen, benötigt die betreffende Frau die Genehmigung zweier Ärzte. Da heute bei optimaler Versorgung das Risiko der Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind weniger als 2% beträgt, stellt eine HIV-Infektion für sich gesehen keinen Grund für eine Abtreibung dar.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Nach den Richtlinien für Adoptionen sollten potentielle Adoptiveltern nicht automatisch aufgrund von Alter, Gesundheit oder ähnlichen Faktoren abgelehnt werden. Es liegt daher im Ermessen der für die Apoption zuständigen Behörden zu entscheiden, ob ein Antragsteller geeignet ist.

Allerdings müssen sich alle Kandidaten ausführlichen Untersuchungen zu ihrer Eignung unterziehen, ärztliche Untersuchungen eingeschlossen. Die Aussicht einer Person mit einer chronischen Krankheit, als geeigneter Kandidat für eine Adoption ausgewählt zu werden, ist dabei generell sehr gering.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
Ja, die Behandlungen werden vom NHS ("National Health Service", staatlicher Gesundheitsdienst) kostenlos angeboten. Allerdings kann die Qualität der Behandlung davon abhängen, wie gut die Versorgung durch speziell auf die Behandlung von HIV-Infektion und Aids spezialisierter Ärzte innerhalb des NHS am jeweiligen Wohnort gerade ist, z.B. ob man in der Nähe eines großen Regionalkrankenhauses lebt. Ansonsten bleibt die Inanspruchnahme privater medizinischer Versorgung (private Ärzte oder Kliniken) oder der Umzug in ein Gebiet mit auf die HIV-Behandlung spezialisierten Kliniken.

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Portugal

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Nein, in Portugal kann niemand einer Frau verbieten, schwanger zu werden, unter welchen Umständen auch immer.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
In Portugal geht ein Arzt, der einer HIV-infizierten Frau zu einer Schwangerschaft verhilft, kein Risiko einer Strafverfolgung ein.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
In Portugal ist der HIV-Test nicht gesetzlich vorgeschrieben. Schwangeren Frauen wird aber ein HIV-Test empfohlen.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
In Portugal ist Abtreibung nur dann legal, wenn ein ernstes Risiko für die Gesundheit der Mutter oder des Kindes besteht oder wenn die Schwangerschaft die Folge einer Vergewaltigung ist. Wenn die Frau HIV-infiziert ist, ist eine legale Abtreibung möglich.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Das Gesetz verbietet nicht, dass HIV-infizierte Menschen ein Kind adoptieren. Allerdings handelt es sich in Portugal bei einer Adoption um einen langwierigen und komplexen Prozess, der intensive Gesundheitstests einschließt. Daher ist es für eine Person mit irgendeiner Form von chronischer Erkrankung praktisch unmöglich, Kinder zu adoptieren.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
Ja. In Portugal hat fast jeder, der eine HIV-Behandlung benötigt, Zugang zu ihr. Für die Mehrheit ist die Behandlung im Nationalen Gesundheitsplan eingeschlossen, und die Kosten werden vom Staat übernommen (obwohl zunehmend Krankenversicherungssysteme in Anspruch genommen werden). Die einzigen Menschen, die keinen Zugang zu der Behandlung haben, sind diejenigen, die illegal in Portugal leben.

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Spanien

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Nein, in Spanien kann unter keinen Umständen irgendjemand einer Frau verbieten, schwanger zu werden.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
Im Prinzip nein. Aber der Arzt könnte wegen medizinischer Fehlbehandlung („Kunstfehler") belangt werden, falls das Kind HIV-infiziert geboren wird.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
In Spanien wird schwangeren Frauen ein HIV-Test empfohlen, aber der Test ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Der Arzt soll die Frau über den HIV-Test informieren und den Test anbieten, aber er kann die Schwangere nicht dazu zwingen.
Es gab Versuche, einen obligatorischen Test einzuführen, um dem ungeborenen Kind in jedem Fall die bestmögliche medizinische Versorgung garantieren zu können, aber bisher wird der HIV-Test nur empfohlen. In Katalonien wird diese Frage in einem speziellen Report der regionalen Bioethik-Kommission behandelt (www.gencat.es/scs/cbc).

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
Wenn alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine „therapeutische Abtreibung" sein.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
In Spanien ist eine HIV-Infektion des Antragstellers kein ausdrücklicher Grund für einen Ausschluss von der Adoption eines Kindes. Das Adoptionsverfahren an sich ist in Spanien ein umfangreiches Verfahren, dass die Eignung der Antragsteller sicherstellen und das Wohl des Adoptivkindes weitmöglichst garantieren soll. Dieses Verfahren umfasst auch psychologische und physiologische Gesundheitstests.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
In Spanien gibt es ein umfassendes kostenloses öffentliches Gesundheitssystem, das auch die Behandlung der HIV-Infektion einschließt. Es wurde diskutiert, in wie weit das öffentliche Gesundheitssystem auch die Behandlungskosten für Personen übernehmen soll, die weder spanische Staatsbürger noch legale Einwohner sind, doch da dieses System der umfassenden kostenlosen Gesundheitsversorgung in Spanien sehr tief verwurzelt ist, übernimmt die Gemeinschaft diese Kosten.

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Europäische Union

Macht sich eine Frau strafbar, wenn sie absichtlich schwanger wird, obwohl sie von ihrer HIV-Infektion weiß?
Zu dieser Frage gibt es keine europäische Derektive oder Empfehlung. Dies ist eine Angelegenheit innerhalb der nationalen Gesetzgebungen.

Macht sich ein Arzt strafbar, der einer HIV-infizierten Frau hilft, schwanger zu werden?
Zu dieser Frage gibt es keine europäische Derektive oder Empfehlung. Dies ist eine Angelegenheit innerhalb der nationalen Gesetzgebungen.

Ist ein HIV-Test im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen?
Zu dieser Frage gibt es keine europäische Derektive oder Empfehlung.
Die Schwangerenvorsorge wird als eine Angelegenheit innerhalb der nationalen Gesetzgebungen betrachtet.

Ist eine HIV-Infektion der Schwangeren ein Grund für eine straffreie Abtreibung?
Zu dieser Frage gibt es keine europäische Derektive oder Empfehlung.
Alle Fragen zum Thema Abtreibung werden von den Mitgliedsstaaten im Rahmen der nationalen Gesetzgebungen geregelt.

Können HIV-infizierte Menschen legal ein Kind adoptieren?
Zu dieser Frage gibt es keine europäische Derektive oder Empfehlung.
Alle Fragen zur Adoption von Kindern werden von den Mitgliedsstaaten im Rahmen der nationalen Gesetzgebungen geregelt.

Hat jeder HIV-Infizierte Zugang zu bestmöglicher medizinischer Behandlung, wer zahlt dafür?
Zu dieser Frage gibt es keine europäische Derektive oder Empfehlung. Alle Fragen zum Zugang zu medizinischer Versorgung werden von den Mitgliedsstaaten im Rahmen der nationalen Gesetzgebungen geregelt.

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