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Wie ist die Lage in den Entwicklungsländern?

Mehr als 95 Prozent der HIV-infizierten Menschen weltweit leben in Schwarzafrika und in Teilen Asiens, wo wirksame antiretrovirale Medikamente kaum zur Verfügung stehen. Neben den hohen Kosten dieser Medikamente ist ihre Verteilung oft sehr schwierig. Zusätzlich machen es die schlechten allgemeinen Lebensbedingungen, wie Nahrungsmittelknappheit und das Fehlen von sauberem Trinkwasser, oft so gut wie unmöglich, die Medikamente in der notwendigen Art und Weise einzunehmen (z.B. mit einer bestimmten Art von Lebensmitteln und unter Einhaltung eines strikten Zeitplans) - selbst wenn die Medikamente verfügbar wären.

Es gibt jedoch spezielle Programme, durchgeführt u.a. von der WHO, um zumindest die direkte Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind während der Geburt mit möglichst einfachen Mitteln zu verhindern. Schon die Verabreichung einer einmaligen Dosis eines bestimmten Medikaments an die Mutter während der Entbindung und eine weitere Dosis, die dem Kind innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt gegeben wird, können die Infektionsrate um bis zu 50 Prozent verringern.

Doch bleiben weiterhin die Probleme der Übertragung durch das Stillen (ohne Milchpulver und sauberes Trinkwasser gibt es dazu keine Alternative) und die weitreichenden sozialen Probleme, wenn die Mutter im Laufe weniger Jahre an Aids erkrankt oder sogar stirbt.


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