Eine HIV-infizierte Frau kann das HI-Virus während einer
Schwangerschaft, bei der Geburt und auch beim Stillen auf
ihr Kind übertragen. Ohne medizinische Vorsorgemaßnahmen
ist das Risiko einer Übertragung der Infektion sehr hoch
(bis zu 40 %). Durch geeignete medizinische Maßnahmen
kann dieses Risiko jedoch auf unter 2 % gedrückt werden.
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Diskutiert wird auch, ob
eine Schwangerschaft ein zusätzliches Risiko für
das bereits geschwächte Immunsystem einer HIV-positiven
Frau bedeutet. In den letzten Jahren hat sich jedoch
gezeigt, dass eine Schwangerschaft das Fortschreiten
einer HIV-Infektion nicht beschleunigt, sofern die betreffende
Frau eine hohe Anzahl von T-Zellen im Blut hat und noch
keine Symptome von Aids aufgetreten sind (zur Erinnerung:
"Aids" ist das letzte Stadium einer HIV-Infektion,
wenn die weitgehende Zerstörung des Immunsystems
zu spezifischen, sonst sehr seltenen Krankheiten führt).
Im Gegenteil: das Leben mit ihrem geliebten Kind scheint
eine positive Wirkung auf die Gesundheit einiger Frauen
zu haben.
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Zusätzliche Risiken für das Kind können von
den antiretroviralen Medikamenten ausgehen, die die Mutter
einnehmen muss. Während Tierversuche gezeigt haben, dass
für manche dieser Medikamente Risiken bestehen, und andere
noch nicht einmal getestet worden sind, scheinen zumindest
einige mit geringen Risiko einsetzbar zu sein. Über Langzeitwirkungen
liegen aber keine gesicherten Erkenntnisse vor, da diese Medikamente
dazu noch nicht lange genug bei Schwangeren eingesetzt werden.
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