Bis heute wurde die Gen-Therapie an Keimzellen in
Eizellen, Samenzellen oder Embryonen nur bei Tieren durchgeführt
und es ist zur Zeit gesetzlich auch nicht erlaubt, sie beim
Menschen einzusetzen.
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Es ist jedoch legal, defekte
Gene in den Körperzellen eines bereits geborenen
Kindes oder eines Erwachsenen zu verändern, um
Krankheiten wie z.B. zystische Fibrose zu heilen. Man
spricht von Gen-Therapie in Körperzellen.
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In einem Labor gewachsene Zellen
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Vor kurzem konnten mittels einer solchen Gentherapie ein
Kleinkind geheilt werden, das an einer lebensgefährlichen,
so genannten schweren kombinierten Immunschwäche"
(SCID", von englisch severe combined immunodeficiency")
litt. Diese Krankheit, die durch ein einziges defektes Gen
verursacht wird, verhindert die Entwicklung eines funktionierenden
Immunsystems.
Bis zu seiner erfolgreichen Behandlung im März 2001
lebte der 18 Monate alte Junge in einer sterilen "Blase",
um die für ihn tödlichen Infektionen zu vermeiden.
Die Ärzte entnahmen dem Kind einen Teil seines Knochenmarks
und brachten mit Hilfe eines ungefährlichen Virus eine
gesunde Version des betreffenden Gens in die in diesem Knochenmark
befindlichen Immunzellen.
Dieses neue", verbesserte" Knochenmark
wurde dann in das Kind zurückimplantiert, wo es allmählich
neue" Immunzellen produzierte. Diese Immunzellen
verteilten sich ganz normal im Blutkreislauf und schützen
nun das Kind vor Infektionen. Dank der erfolgreichen Gentherapie
kann dieses Kind nun an der normalen Luft spielen und sein
Immunsystem funktioniert annähernd so wie das anderer
gleichaltriger Kinder.
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