Die Untersuchung von Embryonen durch technisch hoch entwickelte
Verfahren wie die Präimplantationsdiagnostik
kann helfen, eine Zunahme genetisch bedingter Krankheiten
zu verhindern, doch sie hat auch eine Menge ethischer Diskussionen
ausgelöst.
Ein Embryo im Alter von einigen
Tagen
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In den USA brachte ein taubstummes, lesbisches Paar
vor kurzem absichtlich zwei taubstumme Kinder zur Welt.
Zwar geschah dies ohne Hilfe der Gentechnik (die Frauen
benutzen für die künstliche Befruchtung den
Samen eines ebenfalls taubstummen Mannes aus einer Familie,
in der über viele Generationen Taubstummheit vorkommt),
doch diese Entscheidung, vorsätzlich zwei Kinder
mit einer schweren Behinderung (die von den Frauen allerdings
nicht als Behinderung angesehen wird) zur Welt zu bringen,
warf neue ethische Fragen auf.
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Wissenschaftler gewinnen heute immer weitreichendere Erkenntnisse
darüber, wie unsere Gene aufgebaut sind, wie sie arbeiten
und wie sie einander beeinflussen. Durch den Einsatz der
PID wird es schon bald möglich sein, Embryonen
auf immer mehr genetisch bedingte Krankheiten hin zu untersuchen.
In der Zukunft wird es vielleicht sogar wirklich möglich
sein, maßgeschneiderte" Kinder nach den
Wünschen ihrer Eltern zu erzeugen und nicht nur medizinische,
sondern auch gestalterische" Kriterien wie Größe,
Augenfarbe, Gesichtsform und vielleicht sogar Faktoren wie
die zu erwartende Intelligenz oder Persönlichkeit werden
die Auswahl bestimmen.
Ein "Designer-Baby"
oder nur ein normales gesundes Kind?
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Der Erfolg der Präimplantationsdiagnostik
hat die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler von der genetischen
Keimbahn-Therapie (d.h. den Versuchen, defekte Gene
direkt in einer Eizelle, in der Samenzelle oder im frühen
Embryo zu verändern) abgelenkt, da Eltern in Ländern,
in denen die PID erlaubt ist, heute die Weitergabe eines
kranken Gens auf diese Weise verhindern können.
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Im Jahr 2000 ging die Familie Nash in den USA durch die
Geburt eines Sohnes in die Medizingeschichte ein. Der Embryo
wurde mittels PID so ausgewählt, dass das neugeborene
Kind eine perfekte immunologische Gewebeverträglichkeit
zu seiner an einer seltenen genetisch bedingten Krankheit
leidenden älteren Schwester aufwies. Aus diesem Grund
konnte Gewebe aus der Plazenta des Neugeborenen benutzt
werden, um die Schwester zu heilen.
Einen ähnlichen Fall gab es 2001 in Großbritannien
und mittlerweile stellen immer mehr betroffene Eltern bei
den entsprechenden Behörden einen Antrag auf die Genehmigung
dieses Verfahrens.
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